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Objektdatierungen

Unter Objektdatierungen sind Datierungen von hölzernen Proben aus Objekten wie insbesondere Gebäuden (z.B. von Fachwerken) zu verstehen, die Jahrringe in ausreichender Menge und genügender Güte enthalten. DeLaWi-Jahrringanalytik kann keine Gebäudedatierungen selbst durchführen, dazu sind Kooperationen mit Baustatikern und/oder Bauhistorikern erforderlich. Die von DeLaWi-Jahrringanalytik ausgeführten Datierungen beziehen sich nur auf die Begutachtungen der Holzproben und sind also nur als ein Teilschritt im Zuge einer Gebäudedatierung anzusehen. Dabei werden folgende Teilschritte einzeln  oder als Komplettpaket angeboten: 
  1. Machbarkeitsstudie inklusive Probebohrung - eventuell ist die Ermittlung der Zahl unterschiedlicher Bauphasen unter Hinzuziehung eines Bauhistorikers erforderlich
  2. Beprobung und Probenaufbereitung inklusive Kartierung der Probennahmestellen
  3. Aufbereitung der Holzproben
  4. Jahrringbreitenmessung und Datierung der Proben
  5. Datierungsgutachten
Anmerkung: Auch wenn dendrochronologische Datierungen mittlerweile zum anerkannten und häufig praktizierten Standardprogramm bauhistorischen Untersuchungen gelten, so können Datierungserfolge nicht garantiert werden, selbst nicht, wenn gewisse Mindeststandards eingehalten werden. Zu diesen Mindeststandards gehören unter anderem:
  • genaue Kenntnis des Untersuchungsobjektes (meist in Kooperation mit Bauhistoriker und/oder -statiker, bei Baudenkmälern auch mit der zuständigen Denkmalbehörde)
  • systematische Voruntersuchung mit Zeichnung/Skizze der Gefügemerkmale und Hinweisen auf Reparaturen, Zweitverwendungen, Umbauten etc.
  • je Bauphase sollten zumindest 5 Proben entnommen werden, die zumindest 50 Jahrringe enthalten
  • gewissenhaft ausgeführtes Probennahmeprotokoll, in dem alle Objektdaten enthalten sind. Zu den Objektdaten zählen zumindest exakte Angaben zur Lage/Herkunft des Objektes, Datum, eindeutige Beschreibung der Entnahmestelle, Angabe zur Waldkante und/oder Kern-Splintholzgrenze, Hinweise auf Abbundzeichen, möglichst Erkenntnisse zur Holzart, Zweitverwendung etc.